Back2Town III 2006

Back 2 Town – schon jetzt eine Kultveranstaltung?

Ottensheim. Bereits zum 3. Mal fand vergangenes Wochenende die mittlerweile schon weithin bekannte Veranstaltung ‚Back 2 Town’ statt, die auch heuer wieder regen Zuspruch an Aktiven fand. Die spannende Tour brachte die Teilnehmer diesmal wieder ins Mühlviertel.

Back 2 Town – eigentlich bedarf es keiner weiteren Erklärung. Man kann diese üblicherweise am ersten Herbstwochenende durchgeführte Orientierungswanderung bereits zu den traditionellen Fixpunkten auf den meisten Kalendern zählen. Bereits am Treffpunkt bei den Bahnhofslöwen kam es jedoch 2006 zur ersten Überraschung. Getrennt nach Damen und Herren wurden die Teilnehmer auf die erste Etappe geschickt, die diesmal nach Ottensheim führte. Laut Insiderberichten genossen sowohl die Jungs als auch die Mädels die letzten freien Minuten vor dem Start.

Das sogenannte ‚Schwache Geschlecht’ überredete jedenfalls bereits nach wenigen hundert Metern den Busfahrer zu einem Hupkonzert, als es das vorbeifahrende Organisationskommitee entdeckte. Ob die Herren den Straßenbahnfahrer ebenfalls zum Klingeln veranlassen konnten, oder ob lediglich die Bierflaschen klirrten ist nicht bekannt.

Nach kurzer Fahrt trafen die Mannschaften an ihren jeweiligen Startpunkten in Ottensheim ein, die Damen im Gasthof zur Post und die Herren in der Brauerei, wo sie sich einen gewissen Elektolytvorsprung herausarbeiten konnten, während die Damen bereits mit der teils gefürchteten Auslosung beschäftigt waren. Ob es tatsächlich die Auslosung an sich oder eher die Aussicht auf den einen oder anderen männlichen Spezialkandidaten war, die am Nervenkostüm zerrte, konnte nicht eruiert werden.
Klar war jedoch, dass die Tatsache, dass die Damen, die sich nun im gewohnten 5-min Intervall auf den Weg machten, von einem Mitglied des Organisationsteams mit einem Küsschen auf den Weg geschickt wurden, doch einige im Lokal anwesende Stammgäste in Aufregung versetzte.

Szenenwechsel in die Brauerei, wo das Herrenteam bei herrlichem Sonnenschein im Outdoorbereich von Startpunkt 2 dem Kommenden harrte, und versuchte die Nervosität mit hopfenhaltigen Beruhigungsgetränken einigermaßen im Zaum zu halten. Meist ging ein Raunen der Erleichterung durch die Wartenden, zumindest bei denjenigen, die in der von weitem sichtbaren Dame ihre eigene erkannten, oder eine bereits aus den Vorjahren ‚abgehakte’, da für diese Herren noch eine gewisse Schonfrist bis zu deren Einstieg bestand.
Bei den anderen waren doch Kommentare wie „Sch…, und i hob mag rod a Hoibe bestöt!“
(d.s. 500ccl, was einer Einheit der üblichen Elektrolytdosierung entspricht, Anm.d.Red.)

Die Damen wiederum verstanden es sehr geschickt, die Herren bis zum letzten Moment im Unklaren zu lassen, wer denn nun der Glückliche des Tages sein wird.

Für ein abwechslungsreiches Geschehen war also durchaus gesorgt, während sich nun beginnend mit Dagmar Reitberger und Klaus Justl ein Team nach dem anderen auf den Weg machte.

Was nun von dort bis ins Ziel passierte, wurde in Augenzeugenberichten der Teilnehmer festgehalten, die als mentale Zusatzaufgabe in Reimform verfasst werden mussten. Über diese berichten wir noch in einer Sonderausgabe.



Die Ergebnisse 2006 im Detail:

Platz 12: Christa P. & Hermann R.
P. musste ihrem hartem Training Tribut zollen und schied leider bereits im Steilanstieg zum Labyrinth aus, Hermann. brachte seine Partnerin in vollem Teamgeist zum Bahnhof, rettet dann fulminant die Ehre des Teams und erreichte als Erster von allen (!) den Kontrollpunkt Freiseder.

Platz 11: Maggie A. & Whitie Jackson
Maggie's Performance zeigt leider immer weiter nach unten, die Ursache wurde von Jackson damit begründet, dass diese ohnehin durch ihren gewohnten Trainingspartner immer bei den vorderen Plätzen mitnascht. Jackson selbst wird immer gefinkelter, schickt andere Teams in die Irre, beauftragt einheimische Auskunftspersonen das nächste Team auf den falschen Weg zu schicken usw.
Eigentlich unglaublich, dass im Jahr 3 von B2T ein Team noch an einem nicht gelösten Zielticket scheitern kann, doch diese beiden hättens beinahe trotzdem geschafft, keine Zeitnehmung auszulösen.
Zudem wurde bekannt, dass Maggie A. /Jackson mit einer Anzeige der Linz AG wegen Schwarzfahrens in der Pöstlingbergbahn zu rechnen haben.

Platz 10: Andrea E. & Chit W.
Über das Team Blond ist sehr wenig bekannt, was daraus geschlossen werden kann überlassen wir den Lesern. Die schlechte Zeit dürfte jedoch in einem Picknick (!) unterwegs begründet sein.

Platz 9: Heli F. & Kurt K.
Burgenland Legionärin Nr.1 zog mit Kainberger ein ‚Konditionsvieh’, immerhin hatte dieser einen 100km Marsch in den Beinen, und so bestätigte Fleck, vermutlich ständig das Klacken von Kainbergers Stöcken hinter sich in den Ohren, erneut ihre Leistung aus dem Vorjahr.

Platz 8: Resi J. & Martin R.
Obwohl MArtin R. die gewohnten PS seiner Taurus – Lok etwas fehlten erreichte er mit Resi J. doch einen Platz im Mittelfeld und legte bei der After Walk Party eine ziemliche Ausdauerleistung an den Tag.

Platz 7: Evelyn P. & The Pum Brothers
Rookies of the Year Payrböck und Albert Pum fanden offensichtlich eine Route vorbei an allen Labstellen und Bankerln und trieben den 2. Teil des ‚Pum-Pum Geschoßes’ zu einer Höchstleistung, die sich dieser im Labyrinth selber noch nicht zugetraut hätte.

Platz 6: Gundi Riegler-Kratzl & Ernest Haider
Haider, wie immer etwas planlos, wurde mit Riegler-Kratzl auf einer verbotenen Strecke (Bundesstraße) gesichtet. Da das Organisationsteam beide Augen zudrückte und die anderen Mannschaften keinen Protest einlegten, ging dieses Team haarscharf an einer Disqualifikation vorbei.

Platz 5: Dagmar R. & Klaus J.
Dagmar R.
, beim Öffnen des Kuverts noch ziemlich aufgeregt, verbesserte zwar ihre Vorjahrsleistung, wurde aber letztlich gerade von Titelverteidiger Klaus J. entscheidend gebremst, da sich dieser sowohl in der Medikation als auch im Schuhmaterial komplett vergriffen hatte.

Platz 4: Monika L. & Robert H.
Monika L., Flachländerin Nr.2 kann zur hervorragenden Leistung nur gratuliert werden, wie viele Kilometer sie jedoch tatsächlich mit Robertl H. zurückgelegt hat ist noch unbekannt, da die diesbezügliche Berechnung unter Einbeziehung der Höhenmeter von Prof. Bertagoras wider Erwarten noch aussteht.

Platz 3: Ingrid Sch. & Charly E.
Ebner, ganz ‚The Last Boy Scout’ zeigte Schwecherl mit Hilfe eines Kompass wo’s langgeht, diese beiden dürften den wahrscheinlich direktesten Weg eingeschlagen haben. Schwecherl soll sich daraufhin bereits zu einem Kurs im Orientierungsklettern angemeldet haben.

Platz 2: Rosmarie H. & Justy J.
Rosmarie, heuer überhaupt nicht zickig, war mit dem hervorragenden Jacubec durch eine Topleistung bereits uneinholbar auf dem Weg zum Sieg, wurden jedoch noch durch eine taktische Maßnahme in der Boxengasse beim Freiseder ausgebremst.

Platz 1: Gerald F. & Manuela R.
Gerald F., konditionell gewohnt stark, ohne Kartenmaterial und GPS aber doch deutlich verunsichert, wird sich wohl ewig von Haider/Jacubec anhören müssen, dass er die entscheidenden 8 Minuten zum Sieg dadurch aufholte, dass er als einziger die Labstation Freiseder nur fotografierte. Wie sehr dieser Schachzug seine Partnerin erfreute ist auf dem Foto einer etwas unglücklich wirkenden Rubenzer selbst ersichtlich.



Ob es nicht doch ein Pyrrhussieg war?
Insider glauben zu wissen, dass die Punktezahl aus dem Gesamtranking im nächsten Jahr als Minuten – Handicap beim Start draufgelegt werden soll. Bleibt abzuwarten was den Organisatoren bei deren berüchtigten Kreativmeetings für
B2T IV am 22.09.2007 wieder alles einfällt.

Dirty Harry for CNN, Ottensheim